Natürliche Noten und synthetische Noten

In der aktuellen Parfümerie gibt es natürliche und synthetische Noten. Synthetische Noten sind solche, die vollständig vom Menschen geschaffen wurden und seit mehr als einem Jahrhundert in der überwiegenden Mehrheit der heute bekannten Parfums verwendet werden.

Das Maiglöckchen existierte nicht. Der Duft seiner Blume kann weder durch Destillation noch durch Extraktion gewonnen werden. Es fiel in die Kategorie der stummen Blumen, undurchdringlich, sehr duftend und dennoch zu zerbrechlich, um leicht eingefangen zu werden.

Und dann änderte sich alles im Jahr 1908; ein Molekül wirbelt alles durcheinander: Hydroxycitronellal. Eine Note, die so sehr an die Blume erinnert.

Dank synthetischer Moleküle gelingt es uns auch, einen natürlichen Duft einzufangen, der instabil ist, unmöglich zu kreieren oder sogar eine geschützte Art ist. Diese synthetischen Noten erweitern auch das kreative Feld in einem Parfum und enthüllen uns neue Düfte.

Die Nase, die sich an kein bekanntes Inhaltsstoff klammern kann, lässt sich überraschen und unterwirft sich reiner Emotion. Die Entdeckung, der erste Tag, das erste Mal.

Eine Gruppe, in der wir ein Parfum sowohl anhand seiner Noten (amber, pudrig usw.) als auch anhand unserer eigenen Gefühle und Vorstellungen beschreiben können.